Prüfungsangst – (K)ein Schicksal?!

Prüfungsangst & Lampenfieber
(K)ein unabwendbares Schicksal?!

Nein! Niemand muss sich seinen Prüfungsängsten dauerhaft ausgeliefert fühlen

Prüfungsangst, ganz gleich in welcher Form, bedeuten für die Betroffenen nicht selten eine seelische Qual. Das Thema ist vielschichtig. Es spielen bei der Bewältigung auch ganz viele individuelle Faktoren eine Rolle. Viele leiden zum Beginn einer Prüfungssituation unter den typischen Symptomen einer Prüfungsangst. Andere entwickeln schon Wochen vor dem eigentlichen Prüfungstermin oder ihrem Auftritt spannungsbedingte Kopfschmerzen, Schlafstörungen oder andere Stresssymptome  bis hin zu Panikattacken.
Ängste vor einer Prüfung oder einem Auftritt sind zwar grundsätzlich verständlich, es darf jedoch nicht so weit kommen, dass erlerntes Wissen bei Bedarf nicht abgerufen werden kann.
Jede Form einer Leistungsabfrage bedeutet Stress. Ist der Stress zu groß führt er zu inneren Blockaden, dem gefürchtete Blackout oder dass die Stimme bei einem Auftritt versagt.

Doch es gibt kompetente Hilfe.  Niemand sollte sich mit seinen Ängsten einfach so abfinden müssen, egal wie schlimm diese auch sein mögen. Denn effektive psychologische Techniken helfen bei der Stressreduktion, aber auch bei Lampenfieber, Prüfungsangst oder anderen diffusen Ängsten. Bereits das Wissen Prüfungsängsten nicht hilflos ausgeliefert zu sein, reduziert diese sehr häufig auftretende Angststörung bereits. Viele sind sich noch aus der Schulzeit ihrer Prüfungsangst bewusst, die vor jeder Klassenarbeit oder vor jeder mündlichen Prüfungssituation an der Tafel auftrat.

Die Angst vor der Prüfung überwinden

Oft ist das Unterbewusstsein durch die als negativ empfundene Prüfungssituation so beeinflusst, dass diese unschönen Erfahrungen auch mit ins Erwachsenenalter hinüber genommen werden. Es ist deshalb kein Wunder, dass die typischen Ängste auch als Erwachsener bei freien Reden vor Publikum, bei Auftritten oder bei Prüfungen für Berufsabschlüsse auftreten. Diese können sich sehr unterschiedlich zeigen. Mögliche Erscheinungsformen sind depressive Verstimmung, Versagensangst, überhöhte Aktivierung und Nervosität, Rast- und Ruhelosigkeit, passive Niedergeschlagenheit oder in Form sinnloser negativer Gedankenspiralen. Diese mit dem bewussten Verstand nicht zu steuernden vegetativen Symptome entwickeln eine Eigendynamik. Sie können nicht nur Prüfungssituationen, sondern das ganze Leben negativ beeinflussen. So wird man in seiner Entwicklung gehemmt und kann nicht aus dem vollen Potenzial leben.

Es ist deshalb wichtig und sinnvoll, frühzeitig etwas dagegen zu unternehmen. Mit der Zeit entsteht sonst ein unangenehmer Teufelskreis, aus dem es zunächst kein Entrinnen zu geben scheint. Oftmals sind die Betroffenen in derart negativen Gedankenschleifen verhaftet, dass sie denken, es gäbe keine Lösung zur Überwindung ihrer Ängste. Die Gedanken kreisen oft um Schreckensszenarien sich zu Blamieren. Andere Katastrophenfantasien sind völlig zu Versagen bis hin zum totalen Kontrollverlust und lassen sich einfach nicht abstellen. Das Ganze ist nicht selten auch noch gepaart mit einer falschen Selbstwahrnehmung oder zu wenig Selbstbewusstsein. Typisch sind in diesem Fall dann zusätzlich noch selbstabwertende Gedanken, nach dem Motto, dass man zu dumm sei oder es sowieso nicht schaffen könne.

Prüfungsangst ist kein Schicksal, sondern kann aktiv bekämpft werden

Derartige Gedanken nähren die Angst nur noch weiter und sind pure Energieverschwendung.  Die wertvolle Zeit könnte viel besser für effektives Lernen und Gedankenkontrolle verwendet werden. Die moderne Psychologie kennt viele effektive Methoden, um sich von seinen Prüfungsängsten dauerhaft zu befreien. Natürlich geht das nicht von heute auf morgen, sondern bedarf eines gewissen zeitlichen Vorlaufs.  Wer am Ball bleibt und nicht vorzeitig aufgibt, wird schon bald die Früchte seiner Gedanken-Umprogrammierung ernten können. Er erlangst sie in Form von viel weniger Ängsten und viel mehr Gelassenheit bei Prüfungssituationen. Die Therapie setzt dabei auf der gedanklichen Ebene und bei der Macht des Unterbewusstseins an. Es nützt eben nichts, sich nur oberflächlich einzureden, dass man eigentlich gar keine Prüfungsängste hat und sich jetzt einfach beruhigt.

Vielmehr müssen die Inhalte des Unterbewusstseins dauerhaft geändert und umprogrammiert werden, damit die Ängste vor einer Prüfung verschwinden können. Wir sollten niemals zulassen, dass Ängste und Hemmungen unser Leben bestimmen. Eine von mehreren effektiven Methoden zur Bekämpfung von Angststörungen ist das Umstrukturieren von negativen Gedanken. Zusammen mit dem Therapeuten wird daran gearbeitet, negative Gedankenschleifen zu erkennen, zu hinterfragen und mit gezieltem Mentaltraining aufzulösen. Denn schon das bewusste Aussprechen negativer Gedanken lässt deren Macht merklich schrumpfen. Es kann darüber hinaus auch hilfreich sein, während einer Sitzung störende Gedanken zu Papier zu bringen, was die Seele zusätzlich entlastet. In einem späteren Schritt der Therapie werden dann sämtliche negativen Gedankenpakete gezielt durch positive Überzeugungen ersetzt.

Prüfungsängste überwinden ist ein aktiver therapeutischer Prozess

Und zwar so lange, bis alle negativen Gedankenaspekte im Unterbewusstsein gelöscht werden konnten. Dazu bedarf es aber des festen Willens, an sich arbeiten zu wollen. Dann können sich schädliche Ängste dauerhaft auflösen und verschwinden. Mit gezielten Entspannungsverfahren kann ein erfahrener Therapeut das Unterbewusstsein schon in kürzester Zeit entsprechend positiv beeinflussen.

Auf diese Art wird auch einem Blackout in einer Prüfungssituation vorgebeugt. Das erfolgt beispielsweise mit Hilfe geeigneter innerer Bilder in einem Mentaltraining. Es werden auch Atmungstechniken oder Entspannungsübungen genutzt. Die EMDR Technik ist ein sehr effektives Verfahren und hat sich bei der Behandlung von Prüfungsängsten bewährt. Nach einer erfolgreichen und mit Gelassenheit absolvierten Prüfung, können Betroffene sicher sein, dass die neuen positiven Veränderungen auch wirklich dauerhaft im Unterbewusstsein angekommen und verankert sind.

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